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Nicole Paasch
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FAQ – Wissenswertes rund um private Bildungseinrichtungen

Was ist eine Privatschule? Wie viele Privatschulen gibt es in Deutschland? Und welche Mitglieder vertritt der VDP eigentlich? Wenn es um private Bildungseinrichtungen und unsere Arbeit als Verband Deutscher Privatschulverbände e. V. geht, können sich zahlreiche Fragen ergeben – für Politiker und Journalisten, Gründungswillige, interessierte Lehrkräfte, aber auch für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, die auf Schulsuche sind. Wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.

Der Begriff der Privatschulen umfasst sämtliche Bildungseinrichtungen, die nicht in staatlicher Trägerschaft sind. Hierzu zählen freie Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, allgemein- und berufsbildende Schulen, Weiterbildungseinrichtungen im Bereich der Erwachsenenbildung sowie private Fach- und Hochschulen. Träger sind überwiegend gemeinnützige Gesellschaften und Vereine.

Privatschulen decken gemeinsam mit Institutionen der staatlichen Trägerschaft den Bildungsbedarf in Deutschland. Diese Koexistenz ist sogar im Grundgesetz verankert. Nicht ohne Grund: Privatschulen tragen zur Vielfalt unserer Bildungslandschaft bei, verbreitern das Angebot und fördern den Wettbewerb sowie Innovation im Bildungsbereich.

Der allgemeine Ausdruck der Privatschule beschränkt sich nicht nur auf Grundschulen und weiterführen Einrichtungen. Vielmehr fallen darunter viele verschiedene private Bildungseinrichtungen:

 

  • Ersatz- und Ergänzungsschulen
  • Privatschulen im beruflichen Bereich (beispielsweise Berufsfachschulen, Fachoberschulen und -akademien)
  • freie Hochschulen mit staatlicher Anerkennung
  • Weiterbildungseinrichtungen (unter anderem Sprachschulen, Erwachsenenbildung, Arbeitsmarktdienstleistungen, Berufsförderung sowie Nachhilfeeinrichtungen)

Ersatzschulen sind weiterführende Bildungseinrichtungen. Sie bauen das Angebot weiterführender Schulen des Staates aus – beispielsweise in Gemeinden, in denen es nicht genügend öffentliche Angebote gibt. Sie stehen unter behördlicher Aufsicht der Schulaufsicht und arbeiten mit den vor Ort geltenden Lehrplänen. Ergänzungsschulen ergänzen hingegen das bestehende Angebot um neue Bildungswege, insbesondere in beruflicher Hinsicht oder in mehrsprachiger, internationaler Ausrichtung.

Im Schuljahr 2019/2020 gab es bundesweit 5.839 Privatschulen (Ersatzschulen) davon 3.681 allgemeinbildende sowie 2.158 berufsbildende Schulen. Sie machten einen Anteil von 11 Prozent aller allgemeinbildenden bzw. 25 Prozent aller berufsbildenden Schulen in Deutschland aus. Hinzu kommen weitere Schulen in freier Trägerschaft, an denen die Schulpflicht erfüllt werden kann, wie staatlich anerkannte Ergänzungsschulen oder entsprechend anerkannte internationale Schulen, sowie freie Bildungseinrichtungen, die nicht den gesetzlich festgelegten Schulbegriff im eng gefassten Sinne erfüllen, zum Beispiel Sprachschulen oder Träger geförderter Weiterbildung.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Privatschulen in Deutschland stetig leicht zugenommen. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland dennoch hinterher. Während im OECD-Durchschnitt aktuell beinahe 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Landes eine Privatschule besuchen, sind es in Deutschland nur etwa 10 Prozent.

Privatschulen haben große Vorteile für Schülerinnen und Schüler. Mit ihren differenzierten pädagogischen, weltanschaulichen und an den Bedürfnissen der Lernenden orientierten Profilen bieten sie ein besonders vielfältiges Angebot. Privatschulen arbeiten eigenständig und effizient und passen sich rasch an gesellschaftliche und technische Entwicklungen an. Sie gewährleisten dadurch zeitgemäße Bildungskonzepte auf höchstem Niveau. Wobei ebenso die Vermittlung klarer gesellschaftlicher Werte im Fokus steht. Nicht zuletzt sind außerschulische Aktivitäten ebenso wie die Förderung von sozialem Engagement und einem aktiven Miteinander in vielen Einrichtungen selbstverständlich.

Nein. Jedem Kind steht der Besuch einer Privatschule offen, sofern seine Fähigkeiten, Neigungen und Kenntnisse dem pädagogischen Konzept entsprechen. Das Grundgesetz verbietet Schulen eine Auswahl ihrer Schülerinnen und Schüler anhand ihrer Besitzverhältnisse. Nach dem sogenannten Sonderungsverbot steht der Besuch einer freien Schule jedem offen, ganz gleich, wie viel derjenige oder dessen Erziehungsberechtigte verdienen.

Der Besuch einer Privatschule ist in der Regel mit der regelmäßigen Zahlung von Schulgeld verbunden. Diese ist notwendig, da der Staat nicht zu 100 Prozent die Finanzierung über einen Finanzausgleich leistet. Um allen Interessenten den Schulbesuch zu ermöglichen, bieten viele Privatschulen Stipendien, Schulgeldstaffelungen und Geschwisterrabatte an. Die Zahlung von Schulgeld bemisst sich zudem in vielen Privatschulen anhand der Einkommensverhältnisse. Welche Kosten auftreten, hängt von der jeweiligen Bildungseinrichtung ab. Wenden Sie sich diesbezüglich einfach direkt an die Schule Ihrer Wahl.

Ersatzschulen erhalten für ihre Leistungen grundsätzlich einen Finanzausgleich vom Staat. Dieser variiert je nach Regelungen des Bundeslands. Andere Privatschulen finanzieren sich ausschließlich über Schulgelder und/oder Kursgebühren oder öffentliche Auftraggeber wie Bund, Länder und Kommunen. Ergänzungsschulen erhalten in Ausnahmefällen staatliche Zuschüsse.

Diese Frage lässt sich so nicht beantworten. Welche Privatschule für Sie oder Ihre Kinder am besten geeignet ist, hängt ganz von der gewünschten Fachrichtung und den individuellen Bedürfnissen ab. Machen Sie sich deshalb einen Überblick über freie Schulen und deren Ausrichtung. Die VDP-Schulsuche unterstützt Sie dabei.

Die Nachfrage nach Privatschulplätzen steigt bundesweit kontinuierlich an – und ebenso das Angebot. Bitte fragen Sie bei Interesse direkt bei den VDP Landesverbänden oder Einrichtungen in Ihrer Umgebung nach. Mit der VDP-Schulsuche bekommen Sie mit wenigen Klicks einen Überblick über alle Institute in der Nähe.

In Deutschland gibt es über 250 Internate. Traditionell haben sie eine besondere Stellung in der deutschen Bildungslandschaft, genießen hohes Ansehen und viel Aufmerksamkeit. Typisch ist die Verpflichtung auf das Ideal einer ganzheitlichen Bildung, die neben Fachwissen auch Kultur- und Sozialkompetenzen umfasst. Zum Erreichen dieser Bildungsziele wird an Internaten neben individuellem Unterricht beispielsweise viel Wert auf Mannschaftssport, Studienfahrten oder Arbeit in Sozialprojekten gelegt. Bei vielen deutschen Internaten handelt es sich um Privatschulen, die im VDP organisiert sind.

Ja, die Wahl der Bildungseinrichtung ist frei. Einige Einrichtungen haben jedoch Zugangsvoraussetzungen. Mehr erfahren Sie bei der von Ihnen präferierten Bildungsstätte.

Unter den Begriff Arbeitsmarktdienstleistungen fallen sämtliche Angebote, die Weiterbildungseinrichtungen im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit, der Job-Center oder weiterer regionaler Behörden und Einrichtungen ausführen. Dazu zählen unter anderem Beratung und alle arbeitsmarktrelevanten Maßnahmen, wie Fort- und Weiterbildung, Ausbildung oder Qualifizierung bzw. Umschulung. Zahlreiche unserer Mitgliedseinrichtungen bieten entsprechende Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich an.

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt mehr als 2.500 private Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland. Hierzu zählen Berufs-, Fachschulen, Hochschulen sowie Weiterbildungseinrichtungen in den Bereichen Erwachsenenbildung, Gesundheit, Soziales sowie Arbeitsmarktdienstleistungen. Hinzu kommen Bildungseinrichtungen der allgemeinen und frühkindlichen Bildung.

Der VDP macht sich zur Aufgabe, das Bildungswesen zum Nutzen der Allgemeinheit zu fördern sowie durch Entwicklung von Inhalten und Formen besonderer pädagogischer Prägung dem gesamten Erziehungs- und Bildungswesen unter Einbeziehung der Erwachsenenbildung Impulse zu geben. Hierbei werden europäische und internationale Aspekte einbezogen. Er vertritt darüber hinaus die allgemeinen, aus der beruflichen oder unternehmerischen Tätigkeit erwachsenden ideellen und allgemein-wirtschaftlichen Interessen der Bildungs- und Erziehungseinrichtungen in freier Trägerschaft und VDP-Landesverbände. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte unserem Leistungsspektrum.

Der VDP setzt sich aus dem Dachverband in Berlin und den zehn eigenständigen Landesverbänden zusammen. In verschiedenen Gremien stimmen sich die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte zu allen relevanten Themen ab. Hinzu kommen sechs Fachgruppen in den Bereichen allgemeinbildende Schulen, naturwissenschaftlich-technische Schulen, Schulen im Gesundheitswesen, Sprachenschulen, Arbeitsmarktdienstleistungen sowie Internationales. Dem Dachverband steht ein/e Präsident/in vor, gefolgt von drei Vizepräsident/innen, zwei weiteren Vorstandsmitgliedern und zwei Ehrenpräsident/innen. Sie alle bilden den Vorstand des VDP-Dachverbandes.

Weiterführende Informationen über das Thema Privatschulen und unseren Verband erhalten Sie beim Dachverband und den zehn Landesverbänden des VDP. Ebenso lesenswert ist unsere Verbandszeitschrift „Freie Bildung / Schule - Beruf - Gesellschaft“, die einmal jährlich erscheint. Alle Dokumente können Sie hier kostenlos herunterladen: Publikationen.

Neuigkeiten über unseren Verband und private Bildungseinrichtungen geben wir regelmäßig in Pressemitteilungen sowie verschiedenen Mailings an die Mitglieder bekannt. Im Rahmen der VDP-Akademie führen wir zudem regelmäßig spannende Veranstaltungen durch. Die aktuellen Termine, sowie die Termine unserer Landesverbände finden Sie hier: VDP-Akademie.

Der Begriff Privatschulfreiheit bedeutet, dass jeder in Deutschland das Recht hat, eine Privatschule zu gründen, um eigene pädagogische Konzepte und Vorstellungen zu verwirklichen. Dies ist im Artikel 7, Absatz 4 unseres Grundgesetzes verankert. Mehr dazu erfahren Sie hier: Privatschulfreiheit.

Um eine Privatschule zu gründen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Für die Gründung einer Ergänzungsschule ist beispielsweise eine Anzeige bei der örtlichen Schulbehörde erforderlich. Die Errichtung einer Ersatzschule bedarf hingegen eines staatlichen Genehmigungsverfahrens. Private Grundschulen müssen konfessionell ausgerichtet sein oder ein besonders pädagogisches Konzept verfolgen. Ausführlichere Informationen erhalten Gründer in unserer Bundes- sowie den Landesgeschäftsstellen. Der Besuch eines unserer Gründerseminare lohnt sich ebenso.

Für Lehrkräfte an Ergänzungsschulen und anderen freien Bildungseinrichtung gelten keine staatlichen Regularien in puncto Bewerbung. Eine Ausnahme bilden Ersatzschulen. An diesen dürfen Lehrkräfte nur unterrichten, wenn sie das erste Staatsexamen, ein Diplom oder eine vergleichbare Hochschulausbildung besitzen. Ansonsten können die Institute selbstständig über Voraussetzungen und gewünschte Profile entscheiden. Im Regelfall sollten Lehrkräfte eine gute pädagogische Ausbildung und versierte Kenntnisse im jeweiligen Fachgebiet vorweisen.

Sie benötigen eine Stellungnahme zu gesellschaftlichen oder bildungspolitischen Themen? Oder suchen Sie nach fundierten Informationen rund um private Bildungseinrichtungen? Dann unterstützt Sie unsere Pressestelle gerne. Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen einfach direkt an: presse@privatschulen.de

Für Privatschulen gibt es verschiedene Begrifflichkeiten, die in der Regel synonym verwendet werden: Schulen in freier Trägerschaft, freie Schulen, private Schulen, freie Bildungseinrichtungen, private Bildungseinrichtungen, Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft, freie Träger, freie Einrichtungen.

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Glossar

Als allgemeinbildende Schulen werden alle Schulen bezeichnet, die nicht auf das Erlangen eines Berufsabschlusses zielen. Während an berufsbildenden Schulen die Vermittlung von beruflichem Wissen im Vordergrund steht, liegt der Fokus an allgemeinbildenden Schulen auf der Allgemeinbildung. Es gibt zahlreiche allgemeinbildende Schulen in freier Trägerschaft, etwa Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Abendschulen, Internationale Schulen, Internate und Nachhilfeeinrichtungen.

Unter den Begriff der Arbeitsmarktdienstleistungen (AMDL) fallen alle arbeitsmarktrelevanten Maßnahmen, die als Fort- und Weiterbildung, Ausbildung oder Umschulung stattfinden. Eine zentrale Rolle in diesem Bereich der Erwachsenenbildung – und damit für den Wirtschaftsstandort Deutschland – spielen private Bildungseinrichtungen.

Die berufliche Schulbildung ist von der allgemeinen Schulbildung abzugrenzen. Berufsbildende Privatschulen bieten ein breites Angebot an fachberuflichen Lehrgängen an, insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich und im Gesundheitswesen. Berufliche Bildungsgänge beginnen nach der 9. oder der 10. Klasse.

Die Berufseinstiegsbegleitung zählt zu den Maßnahmen der Arbeitsmarktdienstleistungen (AMDL) und hilft schon in den Abschlussklassen der Schulen bei der Orientierung und dem Eintritt in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Die privaten Berufsfachschulen bieten eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten in Gesundheits- und Sozialberufen sowie im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich.

An einer Berufsoberschule können Schülerinnen und Schüler, die bereits eine Berufsausbildung haben, die fachgebundene Hochschulreife erwerben.

Während Berufsfachschulen eine rein schulische Ausbildung bieten, findet in den freien Berufsschulen im Rahmen der dualen Ausbildung der theoretische Unterricht statt. Flankiert wird er von der betrieblichen Praxisausbildung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), umgangssprachlich häufig einfach Bildungsministerium genannt, ist für die Förderung von Forschung, Wissenschaft und Bildung in Deutschland zuständig. Der VDP steht in ständigem Kontakt mit den Gremien und Referaten des Bildungsministeriums und ist als Vertreter der freien Bildungseinrichtungen zentraler Ansprechpartner in bildungspolitischen Fragen.

Auf dem jährlichen VDP Bundeskongress treffen sich die Fachgruppen und Mitglieder des VDP und tauschen sich in Foren und Workshops über die aktuelle Themenlage der privaten Bildungseinrichtungen aus.

Ergänzungsschulen bieten Bildungsgänge oder Abschlüsse an, die in der Regel nicht an staatlichen Schulen angeboten werden oder vorgesehen sind. Sie ergänzen das staatliche Schulsystem und sind nicht an staatliche Lehrpläne gebunden. Mit dem Besuch einer Ergänzungsschule kann – je nach Landesregelung – in vielen Fällen die gesetzliche Schulpflicht erfüllt und ein staatlicher Abschluss erworben werden.

Eine Privatschule ist eine Ersatzschule, wenn sie Bildungsgänge oder Abschlüsse anbietet, die vergleichbar auch an staatlichen Schulen angeboten werden oder zumindest vorgesehen sind. Sie ersetzen somit eine staatliche Schule. Daher erfüllen SchülerInnen mit dem Besuch einer Ersatzschule die gesetzliche Schulpflicht. Erworbene Abschlüsse sind denen einer staatlichen Schule gleichwertig. Ersatzschulen stehen unter der Rechtsaufsicht des Staates und müssen grundsätzlich die jeweils geltenden staatlichen Lehrpläne einhalten. Sie erhalten eine Finanzhilfe.

Die Erwachsenenbildung hat einen bedeutenden Stellenwert als Wirtschaftsfaktor. Im Rahmen der Erwachsenenbildung bieten private Bildungseinrichtungen unterschiedliche Ausbildungs- und Lehrgänge in Form von Fort- oder Weiterbildungen an oder es können allgemeinbildende Abschlüsse nachgeholt werden.

Private Kindergärten zählen zum Bereich der frühkindlichen Bildung. Die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt findet insbesondere in Kindertageseinrichtungen von freien Bildungsträgern statt.

Gut ausgebildete Fachkräfte sind essenziell für das Gesundheitswesen in Deutschland. Private Bildungseinrichtungen tragen mit einer Vielzahl an Ausbildungsangeboten im Bereich der Gesundheitsfachberufe dazu bei, die Qualität in der Gesundheitsversorgung zu sichern. Zu den Gesundheitsfachberufen zählen zum Beispiel die Ausbildungen in generalisierter Pflege mit Schwerpunkten der Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie Ausbildungen im Bereich Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie oder technischen Assistenzberufe.

Die Gründung von privaten Grundschulen unterliegt besonderen Bedingungen. Neben der festgesetzten Schulart, den Ausbildungsnachweisen der Lehrpersonen und der Angabe der Lehrziele müssen private Grundschulen ein besonderes pädagogisches Konzept aufweisen oder konfessioneller Prägung sein.

In Deutschland findet sich ein breites Angebot an privaten Internatsschulen. Internate sind Einrichtungen, in denen Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und in allen Schulformen lernen, wohnen und betreut werden.

An einer internationalen Privatschule findet bilingualer Unterricht statt und es werden ausländische Bildungsabschlüsse erworben. Eines der Lehrziele ist neben dem interkulturellen Austausch die Intensivierung der Fremdsprachenkenntnisse.

Unter dem Dach des Verbands Deutscher Privatschulverbände e. V. sammeln sich zehn eigenständige VDP Landesverbände, die als Ansprechpartner vor Ort arbeiten und die regionalen Interessen der freien Bildungseinrichtungen wahrnehmen und vertreten. Die Landesverbände sind: VDP Baden-Württemberg, VDP Bayern, VDP Berlin-Brandenburg, VDP Hessen, VDP Niedersachsen/Bremen, VDP Nord (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein), VDP Nordrhein-Westfalen, VDP Sachsen/Thüringen, VDP Sachsen-Anhalt und VDP Rheinland-Pfalz/Saarland.

Wer Lehrerin oder Lehrer an einer Privatschule werden möchte, kann die Bildungseinrichtung frei wählen. Die Bewerbung erfolgt direkt über die betreffende Privatschule, da es keine zentrale Vergabestelle gibt. Wollen sie an anerkannten Ersatzschulen tätig sein, müssen Lehrerinnen und Lehrer an Privatschulen das Erste Staatsexamen/Diplom oder einen entsprechenden Abschluss nachweisen.

Insbesondere an privaten Ersatzschulen spielen spezielle pädagogische Ansätze eine wesentliche Rolle. Privatschulen zeichnen sich durch verschiedene individuelle, weltanschauliche Profile aus und orientieren sich stärker als staatliche Schulen an den Bedürfnissen, Neigungen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen.

Als Pflegeschulen werden in der Regel Berufsfachschulen bezeichnet, an denen eine Ausbildung zur generalisierten Pflegefachkraft mit Vertiefungsschwerpunkten in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege absolviert werden kann. Für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sind in Deutschland überwiegend Privatschulen zuständig. Mehr als die Hälfte der 420 Schulen im Gesundheitswesen sind im Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. organisiert.

Neben den staatlichen Schulen gibt es in Deutschland eine Vielzahl privater Bildungseinrichtungen, die sich mit ihren Angeboten an ganz unterschiedliche Interessensgruppen wenden. Es existieren sowohl Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft für den allgemein- und berufsbildenden Bereich als auch Kursangebote und Bildungsgänge an freien Unterrichtseinrichtungen.

Privatschulen sind Schulen, die sich in freier Trägerschaft befinden. Aufgrund ihrer Eigenständigkeit tragen sie im Gegensatz zu öffentlichen Schulträgern die Budget- und Personalhoheit. Träger einer Privatschule können Stiftungen, Vereine, kirchliche Orga­nisationen, gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Privatpersonen sein. Privatschulen stehen unter staatlicher Aufsicht und sind im Grundgesetz Artikel 7 Absatz 4 verankert. 14 Prozent aller Schulen befinden sich in freier Trägerschaft. Der Anteil der allgemeinbildenden Schulen liegt bei elf Prozent. Viele dieser Schulen arbeiten traditionell nach bewährten Ganztagskonzepten. Berufsbildende Schulen in freier Trägerschaft machen 25 Prozent aller Schulen in diesem Bereich aus. Knapp eine Million Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen eine Privatschule.

Privatschulen gibt es in allen Bildungsbereichen. Im allgemeinbildenden Bereich können dies zum Beispiel Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Sonderschulen oder Internationale Schulen sein. Im berufsbildenden Bereich sind es unter anderem Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachoberschulen, Fachgymnasien, Berufsoberschulen, Wirtschaftsschulen, Fachschulen oder Fachakademien. Daneben gibt es private Schulen in der Weiterbildung. Dazu gehören beispielsweise Sprachschulen und Weiterbildungsinstitute.

Es untersagt die Schülerauswahl nach den Besitzverhältnissen der Eltern. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht nach dem Einkommen und dem Vermögen ihrer Eltern angenommen werden.

Durch die Globalisierung und Migration haben Sprachkenntnisse massiv an Bedeutung gewonnen. Private Sprachschulen gehen mit ihrem Angebot neben Integrationskursen auch auf die Vermittlung von arbeitsmarktrelevanten Sprachkenntnissen ein.

Die staatliche Finanzhilfe bemisst sich an der Höhe der Kosten für Schülerinnen und Schüler an einer staatlichen Schule. Im Schnitt beträgt sie zwei Drittel.

Der private tertiäre Bildungsbereich umfasst Hoch- und Fachhochschulen. In der Regel werden Abschlüsse an einer Privathochschule denen einer öffentlichen Universität gleichgestellt.

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