Pressemitteilungen
Nr. 03/21
Berlin, 20. August 2021 - Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auch dieses Jahr deutlich rückläufig: Begannen 2008 noch rund 608.000 junge Menschen eine Ausbildung, waren es im vergangenen Jahr nur 465.700. Im Vergleich zu 2019 traten 47.600 oder 9,3 Prozent weniger junge Menschen eine Ausbildung an. Dies ist ein alarmierender Befund für das Berufsbildungssystem in allen Bereichen, denn auch in der berufsfachschulischen Ausbildung im Bereich Gesundheit ist dringend eine Attraktivitätssteigerung der Ausbildung erforderlich. Analog zu Industrie, Wirtschaft, Handel und Dienstleistung sind auch im Gesundheitssystem die beruflich ausgebildeten Fachkräfte der Grundpfeiler und unerlässlich für die Patientinnen und Patienten. Berufsfachschulen und nicht die wenigen primärqualifizierenden Studiengänge sorgen für hervorragend ausgebildete Fachkräfte.

Vor diesem Hintergrund plädiert die Allianz für Gesundheitsschulen umso eindringlicher für attraktive und zukunftssichere Therapie-Ausbildungen, u.a. für Physiotherapie, Masseur und med. Bademeister, Ergotherapie und Logopädie. „Wir benötigen mehr Auszubildende für Gesundheitsberufe und ein attraktives Ausbildungssystem. Der Fachkräftemangel besteht bei Absolventen beruflicher Bildung und nicht bei akademisch Qualifizierten. Der deutsche Ausbildungsweg über die Berufsfachschulen hat sich bewährt und durch Schulgeldfreiheit, Ausbildungsvergütung und die Möglichkeit, sich immer weiter zu qualifizieren, machen wir diese wichtige Säule der beruflichen Bildung zukunftsfest.“, sagt Klaus Vogt, Präsident des VDP und Mitglied der Allianz. „Wir brauchen weitere Ideen, um leistungsstarke Schulabgänger für eine Ausbildung zu begeistern. Die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung muss für die nächste Bundesregierung mehr als ein Lippenbekenntnis sein.“

Zur Allianz für Gesundheitsschulen:
Im Rahmen der Kampagne #wirstaerkeneuchdenruecken positioniert sich die Allianz für Gesundheitsschulen zu notwendigen Reformen der berufsfachschulischen Ausbildung, Auszubildende kommen mit ihren Ideen und Forderungen zu Wort und Vor-Ort Gespräche in den Schulen mit Bundestagsabgeordneten ergänzen die politische Arbeit der Allianz Weitere Informationen erhalten Sie HIER.


Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt:
Allianz für Gesundheitsschulen
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
Markgrafenstraße 56
10117 Berlin
030 / 28 44 50 88 0
Ansprechpartnerin:
Ellen Jacob, Leiterin Public Affairs // Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

shutterstock Grundgesetz web

privatschulfreiheit-de
Die neue Freie Bildung ist da!
page 1