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“Die Art, wie wir lehren und lernen, steht an einem Wendepunkt, wie wir ihn seit eintausend Jahren nicht erlebt haben“, so Jung. Deutschlands bekanntester Mathe-YouTuber, dessen mehr als 2.200 Videos bereits über 200 Millionen angeklickt wurden, sieht in virtuellen Angeboten eine gute Ergänzung zum klassischen Unterricht. Am 13. Februar machte Jung in seinem Vortrag an der „Steinmühle – Schule und Internat in Marburg“ Mut zu neuen Lernformen. Die haben an der Steinmühle bereits Einzug gehalten.

„Bei namhaften Firmen bin ich regelmäßig als Redner zu Gast, von einer Schule bin ich aber noch nie eingeladen worden.“ Diese Äußerung von Deutschlands bekanntestem Mathe-YouTuber Daniel Jung in einem Magazin animierte Schulleiter Björn Gemmer, den “Mathe-Rockstar” für einen Vortrag an die Steinmühle zu holen. Am 13. Februar füllte Jung die Zuschauerreihen des Steinmühlen-Forums.

Daniel Jungs Leidenschaft ist die Mathematik. Beiträge über Stochastik, lineare Gleichungssysteme und andere mathematische Aufgabenstellungen hat der 1981 in Remscheid geborene Jung, der Mathe und Sport studierte, sich dann aber gegen die klassische Lehrerlaufbahn entschied, in über 2.200 Erklärvideos zusammengefasst. Sie sind jeweils nur wenige Minuten lang und der Renner auf YouTube. Über 200 Millionen Mal wurden sie bereits angeklickt. Dass sie gut ankommen, zeigen Kommentare wie: „Du hast mir im Abi den A…. gerettet.“

Lehren und Lernen ändert sich

Dabei sieht sich Jung, der unter anderem auch die Plattform mathefragen.de bespielt und die Daniel Jung Academy gründete, nicht als Konkurrenz zur Schule, sondern als Ergänzung: Es brauche das schulische Kolloquium, “aber der Mensch ist nicht für 45 Minuten Druckbetankung gemacht.” Ein Einzellehrer könne erwiesenermaßen mehr erreichen als Unterricht in der Gruppe. Und sein Stoff sei von überall aus jederzeit abrufbar.

Daniel Jungs Anliegen ist, “new learning” zu entschlüsseln, einen Generationenkonflikt aufzubrechen und klarzumachen: “Nicht nur dicke Bücher können Wissen vermitteln, sondern auch das Internet.“ Und: “Die Art, wie wir lehren und lernen, steht an einem Wendepunkt, wie wir ihn seit eintausend Jahren nicht erlebt haben.” Daran änderten auch Statements der Andersdenkenden nichts, die Lernvideos verteufelten. “Wir sollten junge Menschen dort abholen, wo sie sich sowieso aufhalten, nämlich im Internet”, so der Referent.

Das Steinmühlenkonzept: ein digitaler Trainingsplan für alle

Jungs Aussagen fanden große Zustimmung an der Steinmühle, die Digitalisierung ganzheitlich betrachtet: „Eine funktionierende und nachhaltige digitale Schule setzt eine moderne Ausstattung voraus und erfordert Konzepte, die Lehrkräfte und Schülerinnen gleichermaßen begeistert, fördert und fordert“, so die Überzeugung von Schule und Internat. Tragende Säulen an der Steinmühle sind deshalb Lehrerfortbildung, Medienkompetenz (mit den vier Dimensionen Mediennutzung, Medienkunde, Medienkritik und Mediengestaltung), Tablet-Klassen in Jahrgangsstufe 7 und die Erweiterung der Wahlunterrichte in den Fachgebieten Informatik und Technik, bei denen digitales Lernen und analytisches und logisches Denken gleichermaßen gefördert werden. Einen wichtigen Grundstein für die Digitalisierung hatte die Steinmühle bereits vor 15 Jahren in Form eines leistungsstarken und modernen Glasfaseranschlusses gelegt.



Kontakt: 
Steinmühle - Schule & Internat 
Julia Heins
Telefon: 06421- 408 880
Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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