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Nr. 20/13

Berlin, 23. Oktober – Laut des aktuellen Bildungsmonitors 2013 des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln sind immer noch rund 1,3 Millionen junge Erwachsene im Alter von 20 bis 30 Jahren ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung. Um diese Zahl zu reduzieren ist es nach Ansicht des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) zwingend erforderlich, Angebote der außerbetrieblichen Ausbildung zu erhalten und zu stärken.

Der Anteil der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss ist von 2005 bis 2011 von 16,5 Prozent auf 13,4 Prozent gesunken. „Dennoch gibt es immer noch zu viele Jugendliche ohne qualifizierten Berufsabschluss. Besonders die außerbetriebliche Ausbildung ist bestens geeignet, durch ihre intensive Betreuung und ihre Fördermöglichkeiten diejenigen auszubilden, die sich mit den Lernformen der dualen Ausbildung sehr schwer tun bzw. hier keinen Tritt fassen“, erklärt Tim Balzer, Vorstandsmitglied des VDP. Laut aktuellem Bildungsmonitor wünschen sich ein Drittel aller Betriebe, die in den letzten drei Jahren keine Ungelernten eingestellt haben, eine externe Qualifizierung der bildungsarmen jungen Erwachsenen. Der Bericht bestätigt damit die Ansicht des VDP, dass neben der klassischen dualen Bildung ein großer Bedarf an alternativen Ausbildungsangeboten besteht und vielfältige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich sind. „Deshalb fordert der Verband von Bund und Ländern, außerbetriebliche Ausbildungen und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen aufgabengerecht zu fördern. Das hilft den gering Qualifizierten bei ihrer beruflichen Integration ebenso, wie Betrieben, die auf der Suche nach geeigneten Fachkräften sind“, erklärt Balzer weiter.

Ebenso wie die aktuelle PIAAC-Studie, die die Kompetenzen Erwachsener gemessen hat, zeigt der Bildungsmonitor 2013 die Notwendigkeit für eine Stärkung der Weiterbildung für ältere Arbeitnehmer auf. “Von Politik und Wirtschaft müssen mehr Weiterbildungsanreize gesetzt werden. Dies hilft, die Teilnahmequote von Älteren an Bildung zu steigern und damit ihre Beschäftigungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten“, so Balzer.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Bildungsmonitor / Benachteiligte / Ausbildung / Bildungsarmut / Fachkräfte / Weiterbildung

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