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Nr. 21/13

Berlin/Potsdam, 21. November 2013 – Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat der VDP aktuelle Zahlen mehrerer statistischer Landesämter vorgestellt, die den weiteren Schülerzahlenzuwachs an allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft belegen. Damit setzt sich der positive Wachstumstrend bei Schulen in freier Trägerschaft insgesamt fort.

„Die vorliegenden Zahlen der Statistischen Landesämter bestätigen, dass das freie Schulwesen in Deutschland weiterhin einen ungebrochenen Zulauf verzeichnen kann“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Die Wachstumsraten bei den Schülerzahlen liegen in den jeweiligen Bundesländern zwischen 0,8 und 6,2 Prozent. So hat beispielsweise die Schülerzahl an freien Schulen in Brandenburg um 6,2 Prozent zugenommen, in Hessen und Schleswig-Holstein um 3,0 Prozent und in Hamburg um 1,6 Prozent. Nur in zwei der zehn Bundesländer, für die entsprechende Daten verfügbar waren, sind die Schülerzahlen leicht zurückgegangen. Der Grund ist hier die deutliche Abnahme der Gesamtschülerzahlen. Die Zahl der Schulen in freier Trägerschaft hat in acht von zehn Bundesländern zugenommen. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern und in Rheinland-Pfalz ist ihre Anzahl im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben und das, trotz des demographisch bedingten Schülerrückganges.

„Der anhaltend positive Zuspruch ist ein Beleg dafür, dass die Schulen in freier Trägerschaft mit ihren qualitativ guten Bildungsangeboten den Bedarfslagen und Erwartungen ihrer Schüler und Eltern gerecht werden“, so Witt weiter. „Es zeigt aber auch, wie wichtig den Schülern und Eltern ein vielfältiges Schulangebot ist und dass sie von ihrem Recht der freien Schulwahl mehr und mehr Gebrauch machen.“ Nach Ansicht des VDP ist dies ein klares Signal an die Politik. Durch die ungleiche Finanzierung von staatlichen und freien Schulen zu Ungunsten der freien werden immer mehr Schüler und ihre Eltern benachteiligt. „Die Politik muss Schulen in freier Trägerschaft endlich als gleichberechtigten Akteur des öffentlichen Bildungswesens anerkennen. Die Länder haben dafür zu sorgen, dass durch eine den staatlichen Schulen vergleichbare Finanzierung der freien Schulträger das Schulgeld sozialverträglich gestaltet werden oder am besten ganz entfallen kann, ohne die Existenz der Schule  zu gefährden“, erklärt Witt. Darüber hinaus seien die nachweislich positiven Effekte eines qualitätsfördernden Wettbewerbs durch Schulen in freier Trägerschaft anzuerkennen.

Anfang November lagen für die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen Daten zum freien Schulwesen für das Schuljahr 2012/13 vor.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Privatschulwesen / Schülerzahl / Schulzahl / Statistik / Schuljahr / Privatschüler
Nr. 20/13

Berlin, 23. Oktober – Laut des aktuellen Bildungsmonitors 2013 des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln sind immer noch rund 1,3 Millionen junge Erwachsene im Alter von 20 bis 30 Jahren ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung. Um diese Zahl zu reduzieren ist es nach Ansicht des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) zwingend erforderlich, Angebote der außerbetrieblichen Ausbildung zu erhalten und zu stärken.

Der Anteil der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss ist von 2005 bis 2011 von 16,5 Prozent auf 13,4 Prozent gesunken. „Dennoch gibt es immer noch zu viele Jugendliche ohne qualifizierten Berufsabschluss. Besonders die außerbetriebliche Ausbildung ist bestens geeignet, durch ihre intensive Betreuung und ihre Fördermöglichkeiten diejenigen auszubilden, die sich mit den Lernformen der dualen Ausbildung sehr schwer tun bzw. hier keinen Tritt fassen“, erklärt Tim Balzer, Vorstandsmitglied des VDP. Laut aktuellem Bildungsmonitor wünschen sich ein Drittel aller Betriebe, die in den letzten drei Jahren keine Ungelernten eingestellt haben, eine externe Qualifizierung der bildungsarmen jungen Erwachsenen. Der Bericht bestätigt damit die Ansicht des VDP, dass neben der klassischen dualen Bildung ein großer Bedarf an alternativen Ausbildungsangeboten besteht und vielfältige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich sind. „Deshalb fordert der Verband von Bund und Ländern, außerbetriebliche Ausbildungen und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen aufgabengerecht zu fördern. Das hilft den gering Qualifizierten bei ihrer beruflichen Integration ebenso, wie Betrieben, die auf der Suche nach geeigneten Fachkräften sind“, erklärt Balzer weiter.

Ebenso wie die aktuelle PIAAC-Studie, die die Kompetenzen Erwachsener gemessen hat, zeigt der Bildungsmonitor 2013 die Notwendigkeit für eine Stärkung der Weiterbildung für ältere Arbeitnehmer auf. “Von Politik und Wirtschaft müssen mehr Weiterbildungsanreize gesetzt werden. Dies hilft, die Teilnahmequote von Älteren an Bildung zu steigern und damit ihre Beschäftigungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten“, so Balzer.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Bildungsmonitor / Benachteiligte / Ausbildung / Bildungsarmut / Fachkräfte / Weiterbildung
Nr. 19/13

Berlin, 22. Oktober – Anlässlich der beginnenden Gespräche über eine Koalition zwischen CDU/CSU und SPD fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) die künftige Bundesregierung unter anderem auf,

  • sich für faire Wettbewerbungsbedingungen im Ersatzschulwesen einzusetzen. Denn damit der Wettbewerb die Qualität von Bildung weiter befördern kann, darf es keine Wettbewerbsnachteile für Schulen in freier Trägerschaft geben.
  • die Vielfalt, Wahlfreiheit und Qualität im Ausbildungssystem zu fördern und zu stärken. Dazu gehören die vollzeitschulischen Berufsausbildungen, für die es keine vergleichbare duale Entsprechung gibt. Hier wird in vielen prognostizierten Mangelberufen ausgebildet, die das duale Berufsbildungssystem nicht abbildet.
  • außerbetriebliche Ausbildungsgänge weiterhin als Förderchance für junge Menschen und gleichwertige Alternative zum dualen Ausbildungssystem zu verstehen. Denn Jugendliche benötigen vielfach individuelle sozialpädagogische Betreuung und Förderangebote - also Leistungen, die Betriebe i.d.R. nicht anbieten können.
  • die Weiterbildungsbeteiligung, vor allem von bildungsbenachteiligten Gruppen, wie Geringqualifizierten, Menschen mit Migrationhintergrund und Älteren, zu erhöhen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern bzw. die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen.
  • die Teilnahme von geduldeten Ausländern und Asylbewerbern zu den Integrationskursen zuzulassen, um Ihnen eine Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen und Ihnen bessere Beschäftigungsperspektiven zu verschaffen.

pdfDer gesamten Forderungskatalog des VDP als PDF


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

Schlagworte: Koalition / Bundesregierung / Schule / Ausbildung / Arbeit / Soziales / Integration
Nr. 18/13

Berlin, 09. Oktober – Bei der erstmals durchgeführten internationalen PIAAC-Vergleichsstudie von Schlüsselkompetenzen bei Erwachsenen belegt Deutschland nur einen Rang im Mittelfeld. Die 16- bis 65-Jährigen können sich hierzulande in keinem der drei geprüften Kompetenzfelder Lesen, mathematische Alltagsaufgaben und Umgang mit digitaler Technik bemerkenswert absetzen. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert Politik und Wirtschaft auf, mehr in Weiterbildung zu investieren und eine Kultur des Lebenslanges Lernens zu befördern.

Die Ergebnisse der PIAAC-Studie (Programme for the international Assessment of Adult Competencies)  zeigen, dass der Leistungsabstand zwischen der jüngsten und ältesten getesteten Gruppe beträchtlich ist. „Geistige Fitness und Beschäftigungsfähigkeit in einer ständig komplexer werdenden Arbeitswelt zu erhalten, muss stärker in den Fokus unserer Gesellschaft rücken“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Bildungszuwächse bei Erwachsenen gelingen in denjenigen Ländern besonders gut, in denen es auch bei den über 35-Jährigen eine gesellschaftlich verankerte Kultur der beruflichen Weiterentwicklung und des Lernens gibt – und das nicht nur bei den Hochqualifizierten. „Hier haben wir in Deutschland Entwicklungsbedarf“, so Witt weiter.

Den Beleg, dass Investitionen in Weiterbildung sehr lohnenswert sind, liefert die PIAAC-Studie gleich mit. Sowohl der durchschnittliche Stundenlohn als auch die Wahrscheinlichkeit einer Erwerbstätigkeit steigt mit zunehmendem Kompetenzniveau des Arbeitnehmers. In Deutschland ist dieser Zusammenhang überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Besonders mit Blick auf den demografischen Wandel müssen Politik und Wirtschaft jetzt die richtigen Impulse setzen. Dazu zählt, mehr Weiterbildungsanreize zu schaffen, die durch Staat und Wirtschaft mitfinanziert werden. „Die bestehenden Programme sind dahingehend zu modifizieren, dass Weiterbildung in den Biografien von Arbeitnehmern und auch von Nichtberufstätigen ein fester, wiederkehrender Bestandteil wird. Sonst bleibt Lebenslanges Lernen nur eine Worthülse“, erklärt Witt.

In Deutschland nahmen rund 5.460 Menschen an den Kompetenztests teil. Insgesamt wurde der Test in 24 Ländern und Regionen der OECD durchgeführt.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Pisa / Weiterbildung / Beschäftigungsfähigkeit / Arbeitnehmer / Lernen / OECD

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Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

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