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Nr. 05/13

Berlin, 07. März 2013 –  Ein Schulabschluss und eine berufliche Qualifikation sind der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und Armut. So liegt beispielsweise die Arbeitslosenquote von Arbeitnehmern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bei rund fünf Prozent. Hingegen sind Geringqualifizierte zu fast 20 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), mehr Mittel insbesondere für die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten bereitzustellen.

In den letzten drei Jahren ist, trotz Wirtschaftswachstum und Fachkräftemangel in Deutschland, die Zahl der Langzeitarbeitslosen nur um rund 15 Prozent zurückgegangen. Eine der Hauptursachen für die schlechteren Chancen von Langzeitarbeitslosen am Arbeitsmarkt ist die fehlende berufliche Qualifikation. Der Staat stellt allerdings immer weniger Mittel für bedarfsgerechte und zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, die eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt erwarten lassen. „Seit längerem setzt die Arbeitsverwaltung verstärkt auf kurzfristige und damit kostengünstigere Maßnahmen. Mit diesen ist es vielfach aber nicht möglich, den Qualifikationsrückstand von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten soweit auszugleichen, dass sie eine echte Chance auf eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP.

Vor diesem Hintergrund fordert der VDP die Bundesregierung auf, das Budget für die geförderte berufliche Weiterbildung nicht weiter abzuschmelzen. Der Etat für die aktive Arbeitsmarktpolitik liegt mittlerweile unterhalb des Verwaltungsetats der Bundesagentur für Arbeit. Seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 bis Ende 2012 wurden insgesamt 355,5 Milliarden Euro für Langzeitarbeitslose ausgegeben. Davon wurden 178,7 Milliarden Euro für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aufgewendet. Für den gesamten Bereich der Eingliederungsleistungen, der unter anderem Umschulungen, Weiterbildungskurse und Ein-Euro-Jobs umfasst, wurden 38,8 Milliarden Euro investiert, also nur rund zehn Prozent des Gesamtbudgets. Annähernd genauso viel, nämlich 31,3 Milliarden Euro, wurden für die Verwaltung ausgegeben. „Die geförderte Weiterbildung muss so ausgestattet sein, dass dauerhaft eine bedarfsgerechte, individuelle und zielgerichtete Förderung der Arbeitslosen möglich ist“, so Eckert weiter.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

 Pressemitteilung als PDF

Schlagworte: Armutsbericht / Langzeitarbeitsloser / Geringqualifizierter / Fachkräftemangel / Arbeitsmarkt / Ausbildung
Nr. 04/13

Berlin, 06. März 2013 –  Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl vier Thesen für ein effektiveres und effizienteres Bildungssystem veröffentlich.

Der VDP fordert die Vertreter der Politik auf, die Rahmenbedingungen für einen qualitätsfördernden Wettbewerb im Bildungssystem zu verbessern, die Wahlfreiheit von Schülern, Auszubildenden und weiteren Bildungsteilnehmern bei Bildungsangeboten zu stärken, die geförderte Weiterbildung auf eine verlässliche und anpassungsfähige Basis zu stellen und eine nationale Bildungsstrategie zu entwickeln, die Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik stärker miteinander verzahnt und aufeinander abstimmt. Weitere Ausführungen zu diesen Thesen finden sich in der neuen VDP-Themenmappe „Bildung braucht Freiheit – Freiheit braucht Bildung“.

Die VDP-Themenmappeals PDF zum Download.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

Nr. 03/13

Berlin, 07. Februar 2013 – Laut Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) liegt der Anteil an Jugendlichen ohne Ausbildung seit zehn Jahren konstant bei 15 Prozent. Auch die Zahl der unversorgten Ausbildungsplatzbewerber sei um ein vielfaches höher, als offiziell dargestellt. Des Weiteren stehen in wichtigen Wirtschaftssektoren immer weniger duale Ausbildungsplätze zur Verfügung. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb, die schulische Ausbildung zu stärken, um mehr Jugendlichen die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung zu geben.


Obwohl im letzten Jahr die Zahl der offenen Lehrstellen im dualen System leicht angestiegen ist, stieg zugleich auch die Zahl der Jugendlichen, die bis zum Stichtag 30. September 2012 noch keine Lehrstelle hatten, um 3.900 im Vergleich zu 2011. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung werde es immer schwieriger, die Ausbildungsplatzangebote der Betriebe mit den Ausbildungswünschen der Jugendlichen regional und beruflich in Einklang zu bringen. Hinzu komme, dass die Wirtschaft in den wichtigen Sektoren wie Metall- und Elektroindustrie, in kaufmännischen und pflegerischen Berufen immer weniger Lehrstellen anbiete, so der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Martin Baethge.

„Vor diesem Hintergrund ist es geradezu absurd, dass beispielsweise die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder überlegt, wie sie schulische Ausbildungsgänge einschränken kann“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Vielmehr müsse sich die Politik verstärkt dafür einsetzen, dass die Ausbildungsvielfalt bundesweit erhalten bleibe. Nur durch ein Miteinander von vollzeitschulischen, außerbetrieblichen und dualen Ausbildungsangeboten werde man den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen der Jugendlichen gerecht werden können.

Auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der besonders kleine und mittlere Betriebe trifft, die selbst nicht ausbilden können, werde es höchste Zeit, ideologische Blockadehaltungen zu überwinden. „Die Politik hat vielerorts den 16-jährigen Jugendlichen, der in Anklam, Plauen oder Leer wohnt und keine Chance auf seinen Wunschberuf hat, aus dem Blick verloren. Ihm hilft ein Lehrlingsmangel in München oder Düsseldorf leider nichts“, so Eckert weiter. Diesen Jugendlichen helfen nur schulische Ausbildungsangebote, die auch dort Wahlmöglichkeiten sicherstellen, wo die Ausbildungsvielfalt im dualen Bereich stark eingeschränkt ist.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Ausbildung / Lehrstelle / Übergangsystem / DGB / Azubi / Qualifizierung
Nr. 02/13

Berlin, 01. Februar 2013 – Acht Monate vor der Bundestagswahl veröffentlicht der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) sein Themenpapier „Bildung braucht Freiheit – Freiheit braucht Bildung“. Der VDP wird auf dieser Grundlage bis zur Wahl Ende September die Kandidaten für den Bundestag und die interessierte Öffentlichkeit über bildungspolitische Schlüsselthemen informieren sowie die aktuelle Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik kritisch begleiten.


„Uns ist es ein sehr wichtiges Anliegen, unermüdlich auf die Verbesserungspotentiale im Bildungswesen aufmerksam zu machen und konstruktive Lösungen anzubieten“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. „Ziel unseres Themenpapiers und der begleitenden Informationskampagne ist es, das Bildungssystem zum Wohle aller effektiver, gerechter und erfolgreicher zu machen. Dafür besteht jetzt die große Chance“, so Witt weiter.

Derzeit wird das deutsche Bildungssystem den Ansprüchen an gute Bildung nur unzureichend gerecht. Bei vielen Schülern und Eltern ist eine große Unzufriedenheit mit dem bestehenden Schulsystem zu spüren. Das belegen zahlreiche repräsentative Umfragen. Ebenso zeigt die Statistik gravierende qualitative und organisatorische Mängel des Bildungssystems: Laut Statistischem Bundesamt verlassen immer noch rund 53.000 Schüler jährlich die Schule ohne Abschluss. Das Bundesinstitut für berufliche Bildung stellte jüngst fest, dass rund ein Viertel der Auszubildenden in einer dualen Ausbildung vorzeitig ihre Verträge auflöst. Und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellte in einem Bericht Ende 2012 fest, dass der verfestigte Kern der Arbeitslosigkeit noch immer nicht erreicht werde. Darüber hinaus sieht das IAB große Risiken für den Arbeitsmarkt aufgrund der weiterhin ungelösten Eurokrise.

Vor diesem Hintergrund fordert der VDP in seinem Themenpapier unter anderem, den qualitätsfördernden Wettbewerb zwischen allen öffentlichen Bildungsträgern, sowohl staatlichen als auch freien Trägern, zu stärken. „Ebenso müssen wir die geförderte Weiterbildung auf ein verlässliches und aufgabengerechtes Fundament stellen. Und wir müssen gemeinsam Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik zu einer nationalen Bildungsstrategie zusammenführen und viel stärker aufeinander abstimmen“, erklärt Witt.  Das vollständige Themenpapier finden Sie hier als PDF zum Download.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Bildung / Arbeitsmarkt / Freiheit / Bundestagswahl / Kampagne / Themenpapier

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