Startseite
Nr. 09/13

Berlin, 10. Mai 2013 – Laut aktuellen Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) werden bis Ende des Jahrzehnts etwa 1,4 Millionen Fachkräfte mit praktischer Berufsqualifikation in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, fehlen. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) Bund und Ländern auf, das berufliche Bildungssystem zu stärken und insbesondere auch die Möglichkeiten der nicht dualen Ausbildung stärker zu nutzen.

Laut IW sind besonders die MINT-Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen, die über das berufliche Bildungssystem qualifizierte Fachkräfte benötigen. Hier könne nicht einmal der demografische Ersatzbedarf in dem Zeitraum von Anfang 2013 bis Ende 2020 gedeckt werden, so das IW. Dr. Barb Neumann, Vizepräsidentin des VDP, hierzu: „Diese Prognosen machen sehr deutlich, dass wir alle Ausbildungskapazitäten und -wege nutzen müssen, damit den Unternehmen zumindest annähernd genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.“ Der VDP ist daher der Ansicht, dass die dualen Ausbildungsangebote allein nicht reichen werden, den Bedarf zu decken. Aus diesem Grund müssen noch wesentlich mehr Jugendliche als bisher über vollzeitschulische und außerbetriebliche Ausbildungen zu MINT-Fachkräften ausgebildet werden. Der VDP fordert daher, dass Förderprogramme wie beispielsweise „Spätstarter“ das gesamte Spektrum der beruflichen Bildung im Blick haben und für alle Ausbildungswege offen stehen.

Das IW betont weiter, dass vor allem auch die Potenziale der jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung zu erschließen seinen. Hier kommen besonders die außerbetrieblichen Ausbildungsangebote in betracht. „Durch die individuelle und sozialpädagogische Betreuung der Jugendlichen sind sie besonders gut geeignet, Azubis mit Lerndefiziten und Motivationsproblemen sowie Ausbildungsabbrecher zu fördern und zu einem anerkannten Berufsabschluss zu führen“, erklärt Neumann weiter. Ebenso werden die Berufseinstiegsbegleitung und die ausbildungsbegleitenden Hilfen immer bedeutender, um Jugendliche zielgerichtet zu unterstützen und sie so zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu führen. „Nur ein vielfältiges Angebot an dualen, außerbetrieblichen  und schulischen beruflichen Bildungsangeboten nebeneinander sowie zusätzliche Unterstützungsinstrumente können das Gesamtspektrum von Bedarfslagen von Jugendlichen abdecken und wirksam den Fachkräftemangel bekämpfen“, so Neumann weiter.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

pdfPressemitteilung als PDF

Schlagworte: MINT / Fachkräftemangel / Jugendliche / Ausbildung /Azubi / schulisch
Nr. 08/13

Berlin, 25. April 2013 – Laut Berufsbildungsbericht 2013 bilden mittlerweile weniger als 22 Prozent aller Unternehmen Jugendliche aus. Das ist der niedrigste Wert seit 13 Jahren. Gleichzeitig wird der Fachkräftemangel in vielen Branchen immer größer. So können beispielsweise 40 Prozent der Betriebe der Gesundheitswirtschaft offene Stellen zwei Monate und länge nicht besetzen. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb, die schulischen Ausbildungsangebote spürbar zu stärken und so den Jugendlichen insgesamt ein vielfältiges und auf unterschiedliche Bedarfslagen ausgerichtetes Ausbildungsangebot zu garantieren.

Ein Drittel aller Berufsausbildungen finden schulisch statt. Dazu zählt eine Reihe von Ausbildungen, die insbesondere aufgrund ihres hohen Theorieanteils ausschließlich vollzeitschulisch erlernbar sind, beispielsweise Altenpflege, medizinisch-technische Assistenz und Assistenz für Hotelmanagement. „Die schulische Ausbildung ist eine wichtige Säule des deutschen Berufsbildungssystems, die einen ansehnlichen Beitrag zur geringen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland leistet“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP. „Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass schulische Ausbildungsangebote von Initiativen und Sonderprogrammen wie beispielsweise „MobiPro“ quasi ausgeschlossen sind.“

Die duale und die vollzeitschulische Ausbildung sind alleine nicht in der Lage, jedem Mädchen und Jungen den gewünschten und bedarfsgerechten Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Besonders die außerbetriebliche Ausbildung ist dazu geeignet, junge Menschen mit Unterstützungsbedarfen zu einem anerkannten Berufsabschluss zu führen. „Durch individuelle Förderangebote sowie sozialpädagogische Betreuung können hier Jugendliche einen Abschluss erlangen, die an anderen Stellen als kaum ausbildungsreif eingestuft und aussortiert werden“, sagt Eckert weiter.

Angesichts des Fachkräftemangels, der schrumpfenden Zahl der Ausbildungsbetriebe und der hohen Ausbildungsabbrecherquote regt der VDP an, bundesweit die Vielfalt des deutschen Ausbildungssystems wesentlich zu stärken und zu sichern. „Dazu gehört es auch, am Girls’ und Boys’ Day die Jugendlichen über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten und –wege neutral und bedarfsbezogen zu informieren“, so Eckert.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

 Pressemitteilung als PDF

Schlagworte: Ausbildung / Girls' / Boys' / Berufsbildung / Ausbildungsplatz / Schule
Nr. 07/13

Berlin, 04. April 2013 – Laut aktuellem Bericht der europäischen Statistikbehörde Eurostat steigt die Jugendarbeitslosigkeit in Europa weiter dramatisch an. Mittlerweile sind in der Eurozone 23,9 Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos. In Deutschland liegt die Quote bei nur 7,7 Prozent. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) Bund und Länder auf, das erfolgreiche berufliche Bildungssystem Deutschlands weiter zu stärken und alles zu unterlassen, was Vielfalt und Wahlmöglichkeiten der Berufseinsteiger einschränkt.

Deutschland hat die geringste Jugendarbeitslosigkeit unter den Euroländern. Ein Grund hierfür ist das vielfältige berufliche Bildungswesen, das sowohl betriebliche als auch schulische Ausbildungsangebote bereithält. Viele Berufe werden nur schulisch ausgebildet. Hierzu gehören insbesondere Ausbildungen im Dienstleistungsbereich wie beispielsweise Altenpfleger, chemisch-technischer Assistent und Physiotherapeut. 2011 haben laut nationalem Bildungsbericht 210.054 Schüler eine schulische Berufsausbildung begonnen, 524.946 jungen Menschen eine duale Ausbildung. „Das schulische Berufsbildungssystem stellt also fast ein Drittel aller regulären Ausbildungsplätze. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachzuvollziehen und äußerst fahrlässig, wenn, wie in Sachsen geschehen, das schulische Ausbildungsangebot durch staatliche Eingriffe massiv eingeschränkt wird“, erklärt Anja Eckert, Bundesgeschäftsführerin des VDP.

Auch vor dem Hintergrund des demographisch bedingten Fachkräftemangels und des gleichzeitigen Rückgangs an Ausbildungsbetrieben stellt die schulische Berufsausbildung eine wichtige Säule des deutschen Ausbildungssystems dar. „So unterschiedlich wie die Auszubildenden sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bildungsinteressen und -bedarfslagen. Jeder hat seine individuelle Bildungsbiographie. Damit möglichst alle Jugendlichen eine gute Chance haben, einen qualifizierenden Berufsabschluss zu erlangen, müssen sie die Entscheidungsfreiheit haben, zwischen unterschiedlichen Bildungsangeboten, -formen und -trägern jenes Angebot auswählen zu können, welches am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt“, so Eckert weiter. Damit dies gewährleistet werden kann, fordert der VDP, dass die duale und schulische Berufsausbildung gleichermaßen gestärkt wird und damit die Angebotsvielfalt in der beruflichen Bildung dauerhaft erhalten bleibt. Nur so wird die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland weiterhin niedrig bleiben können.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

 Pressemitteilung als PDF

Schlagworte: Jugendarbeitslosigkeit / Berufsbildung / Ausbildung / Fachkräftemangel / Berufseinsteiger / Azubi
Nr. 06/13

Berlin, 03. April 2013 –  Jedes Jahr im Frühjahr stellen sich tausende Eltern die Frage, welche Schule ihr Kind ab dem kommenden Schuljahr besuchen soll. Das Angebot ist groß. Besonders die Schulen in freier Trägerschaft sorgen für Vielfalt bei pädagogischen Konzepten und Bildungsangeboten. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) unterstützt alle Schüler und ihre Eltern bei der Schulwahl.

„Immer mehr Schüler und Eltern wählen nicht mehr automatisch das nahegelegene Schulangebot, sondern sie suchen gezielt nach einer Schule, die ihren Bedürfnissen und Ansprüchen am besten entspricht. Dafür nehmen sie dann auch längere Fahrtwege in Kauf“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. „Bei der Schulwahl beobachten wir, dass Eltern besonders viel Wert auf individuelle Förderangebote, engen Austausch mit Lehrkräften und Schulleitung und Ganztagsschulbetrieb legen. Den Kindern und Jugendlichen ist besonders ein motivierendes Lernumfeld wichtig.“ Dass Eltern und Schüler diese Kriterien besonders bei Schulen in freier Trägerschaft erfüllt sehen, belegen die seit Jahren steigenden Anmeldezahlen. So ist die Zahl der Schüler an freien Schulen in den letzten drei Jahren bundesweit von 704.632 um 3 Prozent auf 725.898 gestiegen. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, da die Gesamtschülerzahl aufgrund der niedrigen Geburtenrate seit Jahren rückläufig ist. Auch die Zahl der Schulen hat zugenommen: Bundesweit gibt es aktuell mehr als 5.467 allgemein- und berufsbildende Schulen in freier Trägerschaft.

Schulen in freier Trägerschaft sind für ihre pädagogischen Innovationen und ihre Flexibilität bekannt. „Freie Schulen ruhen sich nicht auf dem einmal Erreichten aus. Sie investieren ihr Know-how auch immer in die Fortentwicklung ihres pädagogischen Profils“, so Witt weiter. Die VDP-Schulen gehen mit ihren pädagogischen Konzepten immer auch auf aktuelle Entwicklungen, wie etwa den Einfluss digitaler Medien oder die Zunahme von spezifischen Förderbedarfen, ein. „Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der schulisches Fachwissen und Fertigkeiten zum selbständigen Lernen vermittelt und auch die Persönlichkeitsentwicklung der Kindern und Jugendlichen positiv begleitet“, erklärt Witt.

Über die VDP-Schulsuche auf der Internetseite des Verbandes können sich interessierte Schüler und Eltern einen Überblick über die Bildungsangebote von VDP-Mitgliedsschulen verschaffen.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

 Pressemitteilung als PDF

Schlagworte: Schulwahl / Einschulung / Schlwechsel / Pädagogik / Förderangebot / Ganztagsschule

Pressemitteilungen

Gründungsoffensive in Ostdeutschland begründet durch die Wende

19.03.2019

Nr. 2/19

Berlin, 19. März 2019. Die Entwicklung der Privatschulen in Ostdeutschland ist mit der politischen Entwicklung in Deutschland seit 1989 verbunden, da es in der DDR nur ein staatliches Schulmonopol gab. „Privatschulen entstanden erst mit dem politischen Aufbruch. Es kam zu bür...

Einkommen der Eltern nicht entscheidend

26.03.2019

Nr. 3/19

Berlin, 26. März 2019. Privatschulen in Deutschland bilden eine heterogene Schülerschaft ab. Dies geht aus einer Analyse des DIW Econ hervor. Rund 14 Prozent der Privatschulhaushalte verfügen über maximal 2.000 Euro monatliches Nettohaushaltseinkommen. Der Anteil der Haushalt...

Schulgeld kompensiert staatlich verursachte Deckungslücke

23.05.2019

Nr. 4/19

Berlin, 23. Mai 2019. Besucht das Kind eine Privatschule, ist dies für die Eltern mit der Zahlung eines Schulgeldes verbunden. Einkommensgestaffelt wird dieser Beitrag an der Höhe des Haushaltseinkommens bemessen. „Schulgeld zu erheben, ist für Privatschulen absolut notwendi...

«
»
Gutachten zur „Staatlichen Infrastrukturverantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen“ von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio 

shutterstock Grundgesetz web

privatschulfreiheit-de
Die neue Freie Bildung ist da!
Grafik HP