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Nr. 25/13

Berlin, 27. November 2013 – CDU, CSU und SPD planen, in der neuen Legislaturperiode die Pflegeausbildung zu reformieren. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die Verhandlungsführer der Parteien nachdrücklich auf, die Vielfalt in der Trägerlandschaft nicht zu gefährden, indem sie vorzugsweise auf staatliche Schulen in der Pflegeausbildung setzen.

„Pflegeschulen in freier Trägerschaft haben ein breites, über Jahrzehnte entwickeltes praxisbezogenes Ausbildungs-Know-how entwickelt, das den Pflegeschülern, Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen sowie den Patienten maßgeblich zu Gute kommt. Diese Ausbildungskompetenzen dürfen einer Reform der Pflegeausbildung nicht zum Opfer fallen“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Auch vor dem Hintergrund des demographisch bedingten massiven Fachkräftemangels im Pflegebereich müssen die freien berufsbildenden Schulen im Ausbildungssystem eingebunden bleiben. „Um den in naher Zukunft drohenden Pflegenotstand noch abzuwenden, benötigen wir jeden Ausbildungsplatz, unabhängig von seiner Trägerschaft“, so Witt weiter. Zudem müsse die Finanzierung der Ausbildung unabhängig von der Trägerschaft der Pflegeschule ausgestaltet werden. Aufgrund des demographischen Wandels geht das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln davon aus, dass bis 2020 bundesweit in allen Pflegesektoren rund 400.000 Vollzeit-Pflegekräfte fehlen werden.

Sehr positiv bewertet der VDP die im Koalitionsvertrag vorgesehene verbindliche und langfristige Regelung zur vollumfänglichen Finanzierung von Umschulungen im Bereich der Kranken- und Altenpflege durch Bund und Länder. „Hier fehlt seit Jahren eine bundeseinheitliche und dauerhaft verlässliche Regelung für diese nicht-verkürzbaren Umschulungen“, erklärt Witt weiter. Bei der Gruppe der Umschüler im Pflegebereich seien sehr hohe Vermittlungsquoten in langfristige, sozialversicherungspflichtige Arbeitverhältnisse zu verzeichnen, sodass die Investitionskosten in diese Bildungsmaßnahmen in kürzester Zeit in Form von Steuereinnahmen an den Staat zurückfließen. Insgesamt tragen Umschulungen entscheidend dazu bei, qualifizierte Fachkräfte für den Pflege- und Gesundheitsbereich zu generieren.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Pflegeausbildung / Pflegenotstand / Altenpflege / Krankenpflege / Umschulung / Generalisierung
Nr. 24/13

Berlin, 27. November 2013 – Vor dem Hintergrund der aktuellen Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD fordert der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) die Verhandlungsführer der Parteien nachdrücklich auf, ein mögliches Programm zum weiteren Ausbau des Ganztagsschulangebotes trägerneutral auszugestalten.

„Wir begrüßen die Initiative zur weiteren Stärkung der Ganztagsschulen in Deutschland sehr“ erklärt Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP. Bei zusätzlichen Investitionsprogrammen müsse aber von der Bundesebene sichergestellt werden, dass die Schüler an Schulen in freier Trägerschaft ebenso wie Schüler an staatlichen Schulen davon profitieren können. Denn gerade die Schulen in freier Trägerschaft stellen in großer Zahl Ganztagsschulplätze zur Verfügung und sichern damit in vielen Regionen die strukturelle Versorgung mit schulischen Ganztagsangeboten.

Darüber hinaus begrüßt der VDP eine Qualitätsoffensive für Ganztagsschulen. Die Schulen in freier Trägerschaft haben über Jahrzehnte Expertisen und Praxiserfahrungen in Hinblick auf die pädagogische und organisatorische Umsetzung von Ganztagsschulangeboten aufgebaut, die sie selbstverständlich auch in die von der SPD vorgeschlagenen lokalen Bildungsnetzwerke einbringen könnten. „Im Gegenzug sollte auch das pädagogische Personal von freien Schulen in ausreichender Zahl Zugang zu speziellen staatlichen Weiterbildungsangeboten für Lehrer im Rahmen der Ganztagsschulinitiative haben“, so Vogt weiter.  


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Koalitionsverhandlung /Koalitionsvertrag / Ganztagsschule / Sonderprogramm / Regierung
Nr. 22/13

Berlin/Potsdam, 21. November 2013 – Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat der VDP von Politik und Wirtschaft eine Stärkung der Weiterbildungsmöglichkeiten im Arbeitsumfeld besonders für Geringqualifizierte gefordert.

Die Ergebnisse der PIAAC-Vergleichsstudie der OECD, die Grundkompetenzen von 16- bis 65-Jährigen getestet hat, zeigen, dass in Deutschland vor allem Geringqualifizierte kaum Zugang zu Weiterbildungen haben. „Erwachsene, die bestimmte grundlegende Kompetenzen in der Schulzeit nicht ausreichend erlernt haben, bekommen im späteren Leben kaum die Chance, diese Defizite auszugleichen. Hier muss angesetzt werden, um die Weiterbildungsbeteiligung bei dieser Zielgruppe deutlich zu erhöhen“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Der VDP fordert deshalb Politik und Wirtschaft auf, für Geringqualifizierte niedrigschwellige Weiterbildungsangebote zu fördern, damit diese wieder in den Prozess des Lernens kommen. „Nur so können sie mittelfristig den Teufelskreis aus fehlender Qualifikation, schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und prekärer Beschäftigung durchbrechen“, so Witt weiter.

Die PIAAC-Studie zeigt, dass Langzeitarbeitslose bei den Lesekompetenzen im Durchschnitt 23 Punkte weniger und bei den alltagsmathematischen Kompetenzen sogar 35 Punkte weniger erreichen als Erwerbstätige. Dabei entsprechen 7 Punkte etwa dem Wissensvorsprung eines Schuljahres. Laut PIAAC haben in Deutschland die Langzeitarbeitslosen die größten Kompetenznachteile. Sie erreichen auch innerhalb der Gruppe der Erwerbslosen auffallend geringe Kompetenzwerte. „Damit belegen die PIAAC-Daten die Position des VDP, nach der für Langzeitarbeitslose wesentlich umfassender als bisher Weiterbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden müssen. Hier ist die Arbeitsmarktpolitik in der Pflicht, der geförderten Weiterbildung deutlich mehr Mittel zur Verfügung zu stellen und nicht, wie in den letzten Jahren geschehen, das Budget immer weiter zu kürzen“, so Witt weiter. „Die letzten Jahre haben nämlich auch gezeigt, dass eine wachsende Wirtschaft allein längst kein Garant dafür ist, dass Erwerbslose den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt finden.“ Es zeige sich vielmehr, dass Bildung der aussichtsreichste Weg zurück in eine Erwerbstätigkeit sei.

In Deutschland nahmen rund 5.460 Menschen an den PIAAC Kompetenztests teil. Insgesamt wurde der Test in 24 Ländern und Regionen der OECD durchgeführt.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: PIAAC / OECD / Weiterbildung / Geringqualifizierte / Arbeitslos / Arbeitsmarkt
Nr. 23/13

Berlin/Potsdam, 21. November 2013 – Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert Thomas Enkelmann, Vorsitzender des VDP in Brandenburg, die Brandenburger Landesregierung auf, sich von der systematischen Benachteiligung des freien Schulwesens abzuwenden und Schulen in freier Trägerschaft wieder als wichtigen und gleichwertigen Partner des Brandenburger Bildungssystems anzuerkennen.

Das von der Landesregierung verabschiedete neue Gesetz zur Privatschulfinanzierung sieht vor, dass  bei Schulen in freier Trägerschaft bis zum Schuljahr 2014/15 rund 50 Millionen Euro staatliche Finanzmittel gestrichen werden. Freie Grund- und Oberschulen erhalten etwa 13 bis 15 Prozent weniger staatliche Mittel, bei einigen Berufsschulen ist die Finanzierung sogar um mehr als 30 Prozent gekürzt worden. „Mit diesen Kürzungen beschädigt die Landesregierung das freie Schulwesen dauerhaft. Kürzungen von 15 bis teilweise sogar 37 Prozent kann ein Schulträger kaum kompensieren“, erklärt Enkelmann. Die fehlenden Mittel können beispielsweise nicht durch die Erhöhung von Schulgebühren ausgeglichen werden. „Wir sind sehr bestrebt, möglichst vielen Schülern, unabhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit ihrer Eltern, den Besuch einer Schule in freier Trägerschaft zu ermöglichen. Da kann man nicht einfach das Schulgeld um 15 Prozent erhöhen“, so Enkelmann weiter. Mit der Forderung, die Kürzungen wieder rückgängig zu machen, ist der VDP nicht allein. CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen haben gegen die Gesetzesänderung eine Normenkontrollklage beim Landesverfassungsgericht eingereicht, die voraussichtlich im ersten Quartal 2014 verhandelt wird.

Dennoch hält die Landesregierung an ihrem Kurs fest und plant schon weitere Kürzungen. 2014 will das Land den staatlichen Schulen zehn Millionen Euro extra zur Verfügung stellen, um die Vertretungsreserven gegen Unterrichtsausfall auszubauen. „Die freien Schulen sollen laut Aussage des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport daran aber nicht beteiligt werden. Dabei müssen natürlich auch freie Schulen gegen einen Unterrichtsausfall Vorsorgemaßnahmen treffen“, so Enkelmann weiter. Bei der Berechung des Betriebkostenzuschusses für Schulen in freier Trägerschaft seien bereits Mittel für die Vertretungsreserven vorgesehen, so das Ministerium. Man sehe keine weitere Notwendigkeit, die freien Schulen an den zusätzlichen Mitteln zu beteiligen. „Damit haben wir es mit einer weiteren Mittelkürzung für freie Schulen zu tun. Erst wird ihnen die Finanzhilfe massiv gekürzt und jetzt erhalten staatliche Schulen zusätzlich Mittel, die man freien Schulen nicht gewährt“, erklärt Enkelmann. „Wir fordern die Landesregierung auf, Schulen in freier Trägerschaft als einen unverzichtbaren Teil des öffentlichen Bildungswesens, so wie es auch das Grundgesetz und viele Bürger sehen, anzuerkennen und entsprechend zu behandeln.“

In Brandenburg besuchten im Schuljahr 2012/2013 mehr als 20.530 Schüler eine von 131 allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft. Die Zahl der Schüler an freien Schulen ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen. Die staatliche Finanzhilfe in Brandenburg deckt nur etwa 65 Prozent der realen Kosten einer Schule in freier Trägerschaft.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein-  und berufsbildenden Schulbereich, in der Erwachsenenbildung sowie im Hochschulbereich. Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

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Schlagworte: Privatschule / Brandenburg / Landesregierung / Mittelkürzung / Vertretungsreserve

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