Veranstaltungsberichte

In diesem Jahr stand der VDP-Bundeskongress unter dem Titel „Was ist uns Bildung wert?“. Vom 15. bis 17. November 2012 tauschten sich mehr als 200 Bildungsträger, Wissenschaftler, Politiker, Wirtschafts- und Verbandsvertreter in Wiesbaden zu dieser Fragestellung aus und informierten sich über neue bildungspolitische und pädagogische Entwicklungen im freien Bildungswesen.

Michael Büchler machte in seiner Eröffnungsrede darauf aufmerksam, dass das freie Bildungswesen weiterhin wachsenden Zuspruch von Schülern, Eltern und Teilnehmern erfährt. Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft haben sich zu einer tragenden Säule des deutschen Bildungssystems entwickelt. Dennoch seien sie weiterhin durch Politik und Verwaltung einer massiven Verhinderungskampagne ausgesetzt.
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Jörg Meyer-Scholten, Ministerialdirigent des hessischen Kultusministeriums
und in Vertretung der Kultusministerin Beer, hob unter anderem die Innovationskraft der freien Schulen hervor. Der Wiesbadener Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller hielt im Anschluss ein engagiertes Grußwort für das freie Schulwesen. Er machte deutlich, wie unverzichtbar die freien Schulen in seiner Stadt seien. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung des VDP-Bundeskongresses 2012 von dem Schüler- und Lehrerchor der Martin-Luther-Schule aus dem hessischen Buseck.
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Die Podiumsdiskussion mit den bildungspolitischen Sprechern der Fraktionen des Hessischen Landtages war bestimmt durch die Themen „Novellierung des Ersatzschulfinanzierungsgesetzes“ und „Inklusion“. Kirsten Käss, Geschäftsführerin des VDP Hessen, stellte in ihrem Impuls einleitend die aktuelle Situation des freien Bildungswesens in ihrem Bundesland dar. Die Vertreter von CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP hoben die große Innovationskraft von Schulen in freier Trägerschaft hervor, dikutierten die Themen "Esatzschulfinanzierung" und "Inklusion" z.T. aber sehr kontrovers.

Themen der diesjährigen Foren des Bundeskongresses waren unter anderem das Anerkennungsgesetz, Inklusion, der Deutsche Qualifikationsrahmen sowie Qualifizierungsbedarfe gegen den Fachkräftemangel. Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, stellte in seinem Referat anschaulich den „war of talents“, der in einigen Branchen vorherrsche, dar. Dr. Ottmar Döring, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung, zeigte auf, welche Chancen das neu in Kraft getretene Anerkennungsgesetz auch den Bildungsträgern bietet.
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Mit großer Zustimmung wurde Petra Witt, bisher Vizepräsidentin des VDP, zur neuen Präsidentin gewählt. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze des 111 Jahre alten Privatschulverbandes. Die 55-Jährige gebürtige Kölnerin löst damit den bisherigen Präsidenten Michael Büchler ab, der nicht wieder kandidierte. Als Vizepräsidentin bestätigt wurde Dr. Barb Neumann. Neu als Vizepräsidenten im Vorstand sind Dagmar Mager und Dr. Klaus Vogt. Dietmar Schlömp und Tim Balzer wurden als weitere Vorstandsmitglieder ebenfalls erstmals in den Vorstand des VDP gewählt. Michael Büchler, bisheriger VDP-Präsident, wurde zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt. Darüber hinaus stimmte die Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit dem VDP-Qualitätsrahmen zu. Der Rahmen soll die Qualitätsentwicklung in den Mitgliedseinrichtungen des VDP weiter befördern und gleichzeitig für das  Thema sensibilisieren.
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Auch in diesem Jahr war die Berichterstattung zum Bundeskongress sehr zufriedenstellend. So berichteten unter anderem DIE ZEIT, die Frankfurter Rundschau, die Frankfurter Neue Presse und die dpa über den Bundeskongress. Im Hörfunk brachte das hessische Inforadio einen Beitrag. Ebenso wurde ausführlich über den Bundeskongress in der landesweiten Fernsehsendung „Hessenschau“ berichtet. Der nächste VDP-Bundeskongress wird im November 2013 in Potsdam stattfinden.

Der Veranstaltungsflyer der VDP-Bundeskongresses 2012 als PDF.

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