Veranstaltungsberichte
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Am 7. September 2016 führte der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) zusammen mit iMOVE ein Seminar zum Berufsbildungsexport in Berlin durch.

Rund 30 Einrichtungen informierten sich beim Seminar zum Thema "Berufsbildungsexport – Neue Chancen für Privatschulen".

Dr. Klaus Vogt, Vize-Präsident des VDP, berichtete, dass der VDP bereits im November 2015 am Rande seines Bundeskongresses in Magdeburg das Thema Internationalisierung auf die Agenda gesetzt hat. Damals hatte iMOVE einen ersten Überblick über die Chancen im internationalen Geschäft geliefert.

Beim Seminar in Berlin ging es nun darum, interessierten Bildungsfirmen konkrete Anregungen vorzustellen, wie ein Einstieg ins internationale Geschäft funktionieren könnte, so Dr. Vogt.

Ulrich Meinecke, Leiter iMOVE, gab zunächst einen Überblick über die Formen des Exports von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung, über die wichtigsten Märkte, über einige Förderinstrumente sowie über die unternehmensinternen Voraussetzungen einer erfolgreichen Internationalisierung.

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Bildungsexport in der Praxis

Drei Bildungsanbieter aus dem iMOVE-Netzwerk erläuterten sehr anschaulich, wie sie den Weg ins Auslandsgeschäft gegangen sind. Aufgrund der verschiedenen Branchen und Kernkompetenzen der drei Anbieter unterscheidet sich auch die Internationalisierung der Unternehmen deutlich. Dadurch erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars einen umfassenden ersten Überblick über die vielfältigen Wege in den Bildungsexport.

Markus Milwa, Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG, schilderte, wie Christiani mit einem ersten Joint Venture 2008 in Indien startete. Heute ist das Unternehmen mit zahlreichen Vertriebspartnern in vielen Ländern vertreten.

Boris Groth, SGM Solutions & Global Media GmbH, berichtete von der Einführung einer E-Learning-Plattform zur beruflichen Aus- und Weiterbildung in einem europäischen Land. Durch ein Großprojekt, in dem spezifische IT-gestützte Produkte entwickelt wurden, ist der Markteintritt im Land gelungen. Eines der Produkte ist EAPEL, ein digitales Tool zur Feststellung von Kompetenzen, die das Ergebnis nicht-formaler Lernprozesse sind.

Astrid Vonhoff, UBG - Unternehmensberatung für das Gesundheitswesen, erläuterte ihre Erfahrung mit dem Bildungsexport anhand des Projektes "UBG - International Nurse Recruitment in Eastern Europe and China". Bei dem Projekt erfolgte eine Anpassungsqualifizierung chinesischer Krankenpflegekräfte für einen Arbeitseinsatz als examinierte Krankenpflegekraft in Deutschland und die erfolgreiche, arbeitsvertraglich geregelte Beschäftigung in Deutschland.

Die Bildungsfirmen diskutierten lebhaft über die Facetten des Bildungsexports und über das Potenzial und die Risiken dieses Geschäftsfeldes. Dr. Vogt wird das Thema gemeinsam mit iMOVE weiterverfolgen.