Grundsatzdokumente

"Bildung braucht Freiheit  - Freiheit braucht Bildung"bildung braucht freiheit cmyk klein


Vier Thesen des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) anlässlich der Bundestagswahl 2013


Bildung ist Schlüsselressource
Bildung ist die Schlüsselressource in Deutschland. Sie ist für die Menschen die Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung, für Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben und für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Ebenso ist die Wirtschaft auf gut ausgebildete und qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auf ihre Innovationskraft und Kompetenzen angewiesen. Und auch die Demokratie braucht auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene Bürgerinnen und Bürger, die ihre Rechte und Pflichten kennen, nutzen und sich aktiv einbringen. Nur so können Freiheit, Wohlstand und Zusammenhalt unserer Gesellschaft gefördert und langfristig gesichert werden.

Ausgangslage
Das deutsche Bildungssystem, das frühkindliche Bildung, Schule, Berufsbildung und Weiterbildung umfasst, wird den an es gerichteten Ansprüchen nur unzureichend gerecht. Das zeigt sich unter anderem an der bundesweiten Unzufriedenheit und dem Legitimationsverlust des derzeitigen Schulsystems bei mehr als zwei Dritteln der Eltern. Dramatisch ist der anhaltend hohe Anteil an Jugendlichen, der die Schule ohne Bildungsabschluss verlässt. Gleiches trifft auf das duale Ausbildungssystem zu, in dem rund ein Viertel der Auszubildenden ihre Ausbildungsverträge vorzeitig auflösen. Auch werden weniger Langzeitarbeitslose als möglich zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt individuell und zielgerichtet qualifiziert.

Vier Thesen zu Verbesserung des deutschen Bildungssystems

  • Bildung braucht Wettbewerb

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit und den Erfolg eines Bildungssystems ist seine Qualität und Vielfalt im Hinblick auf pädagogische Konzepte und Profile von Bildungseinrichtungen. Diese Vielfalt kann nur entstehen, wenn alle Bildungseinrichtungen bei vergleichbaren rechtlichen Rahmenbedingungen größtmögliche Freiheit haben, Entscheidungen über Pädagogik, Budgetverwendung und Personal eigenständig treffen zu können. Dem Staat kommt hierbei die wichtige Aufgabe einer neutralen Kontrollinstanz über die Einhaltung von grundlegenden Rahmenbedingungen zu. Dazu gehört es auch, dem Schutz der Schulen in freier Trägerschaft gemäß des Artikel 7 (4) Grundgesetz Geltung zu verschaffen. Nur so können Schulen in einen qualitätsfördernden Wettbewerb treten, der Anreize schafft und Innovationen fördert.

  • Schüler, ihre Eltern und Teilnehmer brauchen Wahlfreiheit

So unterschiedlich wie Schüler und andere Bildungsteilnehmer sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bildungsinteressen und -bedarfslagen. Kein Bildungsteilnehmer ist wie der andere. Jeder hat seinen eigenen sozialen Hintergrund und seine individuelle Bildungsbiographie. Alle müssen die Entscheidungsfreiheit haben, zwischen unterschiedlichen Bildungsangeboten und -trägern jenes Angebot auswählen zu können, welches am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt. Angebotsvielfalt und persönliche Entscheidungshoheit sind die Voraussetzungen für echte Wahlfreiheit.

  • Weiterbildung braucht Verlässlichkeit und Flexibilität

Die geförderte Weiterbildung benötigt sowohl stabile, verlässliche Rahmenbedingungen und Ressourcen als auch Flexibilität. Deshalb muss sie so ausgestaltet und ausgestattet werden, dass dauerhaft eine bedarfsgerechte, individuelle und zielgerichtete Förderung von Arbeitslosen möglich ist. Zudem müssen diese Rahmenbedingungen die Freiheit bieten, flexibel und schnell auf aktuelle Bedarfslagen vor Ort adäquat reagieren zu können. So wird den Bedürfnissen der Betroffenen Rechnung getragen, die Innovationskraft und die Investitionsbereitschaft von Bildungsträgern gestärkt, die Qualität von Qualifizierung und Vermittlung weiter gesteigert und letztlich der hohen Langzeitarbeitslosigkeit und dem Fachkräftemangel spürbar entgegengewirkt.

  • Bildung muss zur politischen Querschnittsaufgabe werden

Bildungspolitik in Deutschland ist maßgeblich durch ihre Aufteilung auf unterschiedliche Verantwortlichkeiten geprägt. Damit Bürgerinnen und Bürger, Schulen und weitere Bildungseinrichtungen sowie Kommunen, Länder und der Bund ihre Freiheits- und Gestaltungsrechte in Bezug auf Bildung zum eigenen Wohle und ebenso zum Wohle der Gemeinschaft optimal nutzen können, braucht es eine nationale Bildungsstrategie als Wegweiser und Leitplanke. Sie muss von den relevanten politischen und gesellschaftlichen Kräften gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden. Eine nationale Bildungsstrategie sorgt so für Transparenz und Orientierung, verbindet systematisch Bildungs- mit Wirtschafts- und Sozialpolitik und führt zu mehr Effektivität und Effizienz im gesamten Bildungswesen.


>> Die vollständige VDP-Themenmappe  "Bildung braucht Freiheit" als PDF

die neue Freie Bildung ist da!
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