Fachgruppen

Sprachschulen passen in Zusammenarbeit und Abstimmung mit Wirtschaft und Industrie- und Handelskammern sowie mit den Berufsverbänden der Fremdsprachenlehrer ihre Aus- und Weiterbildungsangebote den regionalen Erfordernissen an. Die Bildungsbemühungen der in dieser Fachgruppe zusammengeschlossenen Schulen sind auf die praktische Verwendbarkeit von Fremdsprachen ausgerichtet. Dabei spielt die berufliche Aus- und Weiterbildung die wichtigste Rolle, obwohl natürlich auch Bildungswünsche für den privaten Gebrauch erfüllt werden.

So hat die Bundesanstalt für Arbeit das VDP-Zertifikat "Deutsch für Aussiedler" der entsprechenden Prüfung durch das Goethe-Institut oder den Volkshochschulverband gleichgestellt. Auf Betreiben der Sprachschulen im VDP legen die Arbeitsämter bei vielen ihrer Lehrgänge auch einen Schwerpunkt auf die Vermittlung fremdsprachlicher Kenntnisse, zum Teil auch eines Fachwortschatzes. In Sitzungen der Fachgruppe und in Arbeitsgruppen und Workshops über spezifische Fachthemen gibt der VDP Anregungen für eine Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung fremdsprachlicher Bildungsgänge, denn der Einsatz fremdsprachlicher Kenntnisse im Beruf ist außerordentlich vielgestaltig und entsprechend differenziert muss das Angebot für die fremdsprachliche Ausbildung sein.

Dabei kann es sich um die berufliche Aus- und Weiterbildung junger Menschen zu Fremdsprachenkorrespondent(inn)en, übersetzer(inne)n, Wirtschaftsdolmetscher(inne)n, Fremdsprachensekretär(inn)en und Europasekretär(inn)en handeln oder um die Vermittlung von Sprachkenntnissen an Führungskräfte der Wirtschaft und Wissenschaft, der Politik, Ingenieure, Ärzte, Architekten u.a.m. Dazu gehört auch die Fortbildung zum Fremdsprachenkaufmann.

Alle diese verschiedenartigen Ausbildungsaufgaben können nur von den privaten Sprachschulen mit ihren vielseitigen Unterrichtsprogrammen und durch ihre Flexibilität erfüllt werden. Gerade für die Sprachschulen verweist der Verband Politiker und Verwaltungen immer wieder auf das Prinzip der Subsidiarität. Denn der Staat selbst darf nach Auffassung des VDP nur dann als Anbieter von Weiterbildung auftreten, wenn Angebote freier Träger nicht oder nicht in ausreichendem Umfang vorhanden sind.

Im Rahmen des gemeinsamen europäischen Binnenmarktes erscheint eine Harmonisierung der Abschlüsse auf europäischer Ebene unumgänglich. Der VDP setzt sich auch hier für seriöse Standards ein, die Schülern und Lehrern ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren. Mit Blick auf diese Entwicklung hat der VDP einen europäischen Dachverband der Privatschulen gefordert und im Jahr 1987 The European Council of National Associations of Independent Schools mitbegründet.