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Nr. 16/16

Berlin, 16. November 2016 – Die Schülerzahlen an freien Schulen sowie die Anzahl freier Schulen selbst steigen seit Jahren kontinuierlich. Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen – trotz demografischen Wandels – auch weiterhin steigen. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb ein transparenteres und vor allem vergleichbares Berechnungs- und Finanzierungssystem für alle Schulen – staatliche wie private. Schulen in freier Trägerschaft müssen bei den Bildungsinvestitionen berücksichtig werden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es in den letzten drei Jahren einen Zuwachs von rund fünf Prozent an Schulen in freier Trägerschaft. Auch die Zahl der Schüler/innen an freien Schulen steigt kontinuierlich. Ein Grund dafür ist das heterogene Angebot. Für jedes Bildungsbedürfnis gibt es eine freie Schule mit einem entsprechendem pädagogischem Konzept oder einer bestimmten Ausrichtung. Bei der Schulwahl spielt für viele Eltern die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder, aber auch höhere pädagogische Erwartungen – wie mehr Kreativität oder engagiertere Lehrer – eine große Rolle. „Zahlreiche Elternbefragungen haben gezeigt, wie wichtig eine individuelle, ganzheitliche Förderung und engagierte und zugewandte Pädagogen als Schulwahlmotiv sind“, so VDP-Präsidentin Petra Witt.

Freie Schulen arbeiten eigenständig und effizient. Dadurch können sie schnell auf neue Rahmenbedingungen reagieren, was sich in innovativen Lehrplänen und neuen Ausbildungsberufen widerspiegelt. Sie sind außerdem ein zentrales Unterstützungssystem für den deutschen Staat: Zum einen gründen sich immer mehr private Schulen in ländlichen Regionen, weil dort staatliche Schulen aufgrund des demografischen Wandels schließen. Zum anderen hat der Staat für jeden Schüler einer privaten Schule weniger Kosten. „Schulen in freier Trägerschaft sparen dem Staat jährlich erhebliche Bildungsausgaben“, so Petra Witt.

Der VDP fordert deshalb, Freie Schulen bei allen Bildungsinvestitionen zu berücksichtigen. Das geplante Förderprogramm (DigitalPakt#D) des Bildungsministeriums zur digitalen Ausstattung an Schulen in Höhe von fünf Milliarden Euro ist dafür ein gutes Beispiel. Freie Schulen müssen bei politischen Entscheidungen als gleichberechtigte Partner anerkannt werden. „Denn auch zukünftig sollen Eltern die Schulen auswählen können, die ihre Kinder am besten fördern“, so Petra Witt, VDP-Präsidentin.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

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