Pressemitteilungen
Nr. 14/16

Berlin, 11. Oktober 2016 – Mit einem Milliardenprogramm will der Bund die Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Computern und freiem Internet verbessern. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) kündigte an, das Projekt „DigitalPakt#D“ am Mittwoch vorzustellen. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) begrüßt das Vorhaben. Eine flächendeckende Unterstützung der Bildungseinrichtungen ist dringend notwendig, um Schülerinnen und Schüler auf die digitalen Anforderungen der Zukunft vorzubereiten. Dabei müssen Schulen in freier Trägerschaft bei allen Bildungsinvestitionen berücksichtigt werden. 

Fünf Milliarden Euro sollen demnach in den kommenden fünf Jahren in Schulen investiert werden. Dabei steht die Ausstattung mit Computern und freiem Internet im Vordergrund. Die Schaffung der nötigen Infrastruktur ist unverzichtbar. Deshalb muss der Staat, unabhängig von der Trägerschaft, in alle Bildungseinrichtungen investieren. „Die infrastrukturelle Ausstattung der Bildungseinrichtungen ist die Basis, um digitale Bildung zu garantieren. Genauso wie bei der Förderung des schulischen Ganztagsangebotes sind die Einrichtungen – ob in freier oder staatlicher Trägerschaft – bei der Finanzierung gleichzustellen. Nur so kann digitale Medienkompetenz auf allen Bildungsebenen vermittelt werden“, so Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP.

Neben der Anschaffung der notwendigen Infrastruktur muss außerdem die Pflege der Technik gewährleistet werden. Neben kompetenten Lehrkräften muss hierfür geeignetes Personal sichergestellt werden. Auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte muss auf die Anforderungen der digitalen Gesellschaft ausgerichtet werden. Der VDP hat bereits mehrfach eine „Qualifizierungsoffensive Medienpädagogik“ gefordert. Sie umfasst die Lehrerausbildung an Hochschulen und ein breit angelegtes Weiterbildungsprogramm. „Fundierte Lehrerkompetenzen sind im Bereich der digitalen Bildung unverzichtbar“, so Klaus Vogt.

Bundesministerin Johanna Wanka fordert außerdem einen Digital-Pakt zwischen Bund und Ländern. Bereits im vergangenen Jahr hat die große Koalition einen Antrag gestellt, der den Abschluss eines Ländervertrages beinhaltet. Dieser soll einen zeitgemäßen und altersgerechten Informatikunterricht, eine bessere Aus- und Fortbildung der Lehrer sowie die Entwicklung bundeseinheitlicher Mindeststandards zur digitalen Informations- und Medienkompetenz garantieren. Diese Forderungen müssen nun schnellstmöglich umgesetzt werden. Deutschland hinkt im internalen Vergleich hinterher. „Um anschlussfähig zu bleiben, muss eine moderne Schulbildung dringend an die Realität angepasst werden“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

pdfPressemitteilung als PDF
________ 

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher