Aus den Landesverbänden
Nr. 07/2015

NRW: Ausbildungsberufe – auf Vielfalt und Zukunft statt Tradition setzen


Wenn es um den Beruf geht, verhalten sich Auszubildende in Nordrhein-Westfalen traditionell. Nach wie vor belegen kaufmännische Berufe die ersten sechs Plätze der TOP Ten der NRW Ausbildungsberufe, wie die heute veröffentlichte Statistik von IT NRW als statistischem Landesamt zeigt. Aus diesem Anlass weist der VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. darauf hin, dass es in Nordrhein-Westfalen eine breite Palette von Ausbildungsberufen mit glänzenden Berufsaussichten gibt. Gerade Ausbildungsplatzsuchende, von denen es kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Nordrhein-Westfalen noch 55.000 unversorgte Bewerber gibt, sollten sich nicht auf wenige Berufsfelder beschränken.

Insbesondere Jugendliche mit schlechtem oder fehlendem Schulabschluss haben es schwer, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. Hier sind besondere Ausbildungsangebote nötig, die auf individuelle Förderbedarfe eingehen und die jungen Menschen intensiv begleiten können. „Aufgrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels müssen möglichst viele junge Menschen, gerade auch leistungsschwächere, zu einem Berufsabschluss gelangen. Durch ein Ausbildungssystem mit vielfältigen Wegen und Möglichkeiten lassen sich die Potentiale der Jugendlichen durch passgenaue Ausbildungen heben. Deshalb ist es wichtig, auf die Möglichkeiten, die schulische Ausbildungen bieten, aufmerksam zu machen und sie durch politische Vorgaben weiterhin zu fördern“, betont Petra Witt, Vorsitzende des VDP Nordrhein-Westfalens.

So bieten sich - auch noch kurzfristig zu Beginn des Ausbildungsjahres 2015/16 - je nach Eignung und persönlicher Neigung beispielsweise Nachqualifizierungen, die die Jugendlichen zur Ausbildungsreife führen und/oder versäumte Schulabschlüsse nachholen, an. Eine weitere Möglichkeit sind (vollzeit-)schulische Ausbildungen, die vor allem in den Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialberufen, aber auch im IT-Bereich angeboten werden. Sie werden oftmals von Schulen in freier Trägerschaft durchgeführt, die zeitnah auf Bedarfe am Arbeitsmarkt reagieren. Kaum bekannt ist zum Beispiel, dass rund 78 % der Ausbildungen im Gesundheitsbereich in NRW an einer Schule in freier Trägerschaft gemacht werden.

„Das duale System bietet viele dieser Berufe wie IT-Assistent oder Physiotherapeut gar nicht an. Sie werden nur als außerbetriebliche Ausbildung angeboten. Deshalb sollten Jugendliche bei der Berufsorientierung gezielter auf die vielfältigen Möglichkeiten hingewiesen werden“ fordert Witt.


Der VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. vertritt freie nordrhein-westfälische Bildungseinrichtungen im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Hoch- und Fachhochschulen). Der 1901 gegründete Bundesverband und der Landesverband binden ihre Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Eva Lingen - VDP Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen e.V.

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